Totholz in der Krone: normal oder gefährlich?

Meist ganz normal – aber nicht über Weg, Dach oder Spielplatz.

Die Kurzantwort

Etwas Totholz in der Krone ist bei vielen Bäumen ganz normal. Zum Problem wird es, wenn tote Äste über Weg, Dach, Auto oder Spielplatz hängen – oder wenn auffällig viel Totholz auf einmal entsteht. Dann kann das ein Zeichen sein, dass der ganze Baum abstirbt.

Warum Bäume Totholz bilden

Ein Baum wirft Äste ab, die er nicht mehr braucht. Ganz unten und im Inneren der Krone bekommen Äste mit der Zeit zu wenig Licht – sie sterben ab, und der Baum trennt sich von ihnen. Das ist ein natürlicher Vorgang. Daneben können Trockenheit, Verletzungen, Krankheiten oder das Alter dazu führen, dass einzelne Äste oder ganze Kronenteile absterben.

Woran Sie Totholz erkennen

  • Der Ast treibt im Frühjahr nicht mehr aus und bleibt auch im Sommer kahl.
  • Die Rinde löst sich oder fällt ab.
  • Feine Zweige brechen leicht ab.

Im Winter, wenn die Laubbäume kahl sind, ist Totholz schwerer zu erkennen.

Wann es gefährlich wird

Tote Äste können jederzeit herunterfallen – auch ohne Sturm. Ob das ein Problem ist, hängt von drei Dingen ab:

  • Was darunter ist: Über einer Wiese ist ein toter Ast kein Problem. Über Weg, Terrasse, Auto, Dach oder Spielplatz sieht das anders aus.
  • Wie stark die Äste sind: Dünne Zweige sind harmlos. Ab welchem Durchmesser Totholz als bedenklich gilt, ist in der ZTV-Baumpflege festgelegt, dem anerkannten Regelwerk für Arbeiten am Baum.
  • Um welche Baumart es geht: Bäume verhalten sich ganz unterschiedlich. Eichen bilden zum Beispiel relativ viel Totholz, das aber meist noch lange bruchsicher bleibt. Birken dagegen verlieren ihr Totholz schnell – es wird rasch morsch und fällt herunter.

Wird das Totholz von Jahr zu Jahr deutlich mehr, sollten Sie den Baum ansehen lassen. Dann geht es oft nicht mehr nur um einzelne Äste, sondern um den Zustand des ganzen Baums – zum Beispiel, wenn er durch die Trockenheit abstirbt.

Ihre Pflicht als Baumeigentümer

Als Eigentümer sind Sie dafür verantwortlich, dass von Ihrem Baum keine Gefahr für andere ausgeht – man spricht von der Verkehrssicherungspflicht. Das gilt auch für Totholz. Überall dort, wo Äste Ihres Baums andere gefährden können, müssen Sie handeln: über dem Gehweg, der Straße, dem Nachbargrundstück oder dort, wo Gäste und Kinder unterwegs sind. Hängt das Totholz dagegen über Ihrer eigenen Wiese am Gartenende, haben Sie mehr Spielraum.

Was man tun kann

  • Totholz entfernen: Wir klettern in die Krone und nehmen die toten Äste gezielt heraus. Der Baum bleibt stehen und ist danach wieder sicher – bis sich neues Totholz bildet.
  • Totholz stehen lassen: Wo niemand gefährdet werden kann, darf es bleiben. Tote Äste sind ein wertvoller Lebensraum für Spechte, Insekten und Pilze.
  • Fällen: Ist der Baum insgesamt am Absterben, oder möchten Sie sich nicht immer wieder um ihn kümmern, ist auch die Fällung eine gute Lösung.

Was davon passt, hängt vom Baum, vom Standort und von Ihnen ab. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten, Sie entscheiden.

Was kostet das?

Das sagen wir Ihnen nach der Besichtigung, als Festpreis. Er hängt vor allem davon ab, wie groß der Baum ist, wie viel Totholz herausmuss und wie gut wir an die Krone kommen.

Mehr dazu: Ist mein Baum noch sicher? · Baum stirbt durch Trockenheit · Baumpflege

Lieber per E-Mail? info@arboristas.de

Weitere Ratgeber

Ihr Baum macht Ihnen Sorgen?

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns per WhatsApp oder E-Mail – gerne mit ein paar Fotos vom Baum.

Lieber per E-Mail? info@arboristas.de

Erreichbar Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa 9–13 Uhr

Anrufen WhatsApp