Artenschutz
Bevor die Säge läuft, schauen wir nach, wer im Baum wohnt – mit Drohne, Wärmebildkamera, Endoskop, Ultraschallmikrofon und Wildkamera.

Warum ein Teil des Baums stehen bleiben kann – und wo das passt.
Ein Habitatstamm ist der Teil eines Baums, der nach der Fällung stehen bleibt – meist 3 bis 5 Meter hoch. Die Krone kommt herunter, der Stamm bleibt als Lebensraum für Spechte, Fledermäuse, Insekten und Pilze. Das geht überall dort, wo der Stamm niemanden gefährden kann.

Spechte zimmern ihre Höhlen in das weicher werdende Holz. Wenn sie ausziehen, nutzen Meisen, Kleiber oder Fledermäuse die Höhlen weiter. In Rissen und unter loser Rinde finden Fledermäuse Verstecke, Wildbienen und Käfer leben im Totholz. Pilze und Moose siedeln sich an – und wenn der Stamm über die Jahre zerfällt, gibt er Nährstoffe an den Boden zurück.
Am Waldrand, am Gartenende oder auf einer Wiese kann ein Habitatstamm oft stehen bleiben. Direkt am Haus, über einem Weg, an der Straße oder am Spielplatz geht dagegen die Sicherheit vor. Ob es bei Ihrem Baum möglich ist, klären wir bei der Besichtigung.
Wir tragen die Krone Stück für Stück ab, bis der Stamm in der richtigen Höhe steht. Die Enden schneiden wir nicht glatt ab, sondern gestalten sie gebrochen – so wie nach einem natürlichen Bruch.
Am Gelände eines Waldkindergartens musste ein hoher Nadelbaum weg. Statt ihn ganz zu fällen, haben wir ihn eingekürzt. Der Stamm steht jetzt als Habitatstamm zwischen den anderen Bäumen.



Ein Silberahorn war massiv vom Zunderschwamm befallen. Statt ihn zu fällen, haben wir die Krone stark eingekürzt. Der Stamm bleibt als Lebensraum erhalten.


Ein Habitatstamm kann noch Jahrzehnte halten. Weil das Holz aber nach und nach zerfällt, sollte er regelmäßig angesehen werden.
Günstiger als eine Fällung ist ein Habitatstamm nicht. Für viele Baumbesitzer ist es aber ein Trost, dass ihr Baum so noch einen ökologischen Nutzen hat.
Wenn Ihr Baum weg muss, fragen Sie uns, ob ein Habitatstamm möglich ist. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob es an dieser Stelle passt.
Bevor die Säge läuft, schauen wir nach, wer im Baum wohnt – mit Drohne, Wärmebildkamera, Endoskop, Ultraschallmikrofon und Wildkamera.
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Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns per WhatsApp. Wir kommen vorbei und sehen uns Ihren Baum vor Ort an – kostenlos.
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